Geschichte der Graudenzer Solebäder

 
Im Winter 1972 im Ort Marusza, in der Nähe von Graudenz, ist man während Bohrungen, deren Ziel Rohöl und Gas waren, auf Vorkommen der Thermalwasser gestoßen. In einer Tiefe von 1630 m hat man Wasser entdeckt, dessen Temperatur 44°C beträgt und das sofort danach 13 m in die Höhe gespritzt ist.
 
Das war eine wundervolle und gleichzeitig überraschende Entdeckung. Die chemische Analyse des herausspritzenden Wassers, die 1972 vorgenommen wurde, hat ergeben, dass die chemische Zusammensetzung äußerst außergewöhnlich ist. Erst im Jahre 2001, unter dem Einfluss des ständig steigenden Interesses an dem geothermalen Vorkommen, hat man auf Treiben des Unternehmens Geotermia Marusza und aufgrund der bestehenden Unterlagen der Polnischen Akademie der Wissenschaften hydrogeologische Unterlagen der Vorkommen des hyperthermalen Wassers erarbeitet.
Die wiederholten Analysen der Solezusammensetzung haben bestätigt, dass diese über außergewöhnliche Heileigenschaften verfügt, was dazu geführt hat, dass sie in die Liste der Vorkommen der Heilmineralien aufgenommen wurde.
Das Vorkommen des entdeckten Solewassers ist praktisch gesehen unerschöpflich. Bei einer Gewinnung von 20 Tsd. Liter pro Stunde, also fast 500.000 Liter pro 24 Stunden, reicht das Solewasser für 1000 Jahre.
Eine 1630 m dicke Bodenschicht schützt sie wirksam vor den Verschmutzungen und garantiert tadellose Reinheit wie auch unveränderte chemische Zusammensetzung, die die Natur geprägt hat. Mit Sicherheit können keine Meere und Ozeane mit der Reinheit dieses Wassers mehr konkurrieren.
Seitdem die Dokumentationsverfahren abgeschlossen worden sind, hat das Unternehmen mit dem Bau von balneologischen Gebäuden begonnen, die die Verwendung des Solewassers zu Heilzwecken ermöglichen sollen. Das Arbeitstempo war überwältigend. Das erste Gebäude, mit modernen Badewannen, Inhalationsgeräten, Kältekammer, Turnraum, Infrared-Sauna und zwei Massagestudios ausgestattet, entstand im März 2006.
Im Mai 2006 wurde die Pyramide mit dem Rieselturm in Betrieb genommen, die nicht nur eine Gruppeninhalationssession im geschlossenen Raum, sondern auch Erholung in absoluter Stille nach der Behandlung ermöglicht. Die Tatsache, dass das Solewasser im Inneren der Pyramide verdampft, verstärkt bedeutend ihre effektive Einwirkung auf den Körper.
Im Juni 2006 wurde der Zugang an der Solegrotte angeboten - erste Möglichkeit von Gruppenbaden und Gymnastik im Solewasser.
Ein knappes Jahr später, im Mai 2007, wurden 4 weitere Schwimmbecken mit verschiedener Konzentration des Solewassers freigegeben. Hinzu kam noch eine bunte Palette von Dienstleistungen: 2 Massagestudios, Turnhalle, Fitnessraum, Kosmetiksalon, 2 Saunas, Kinderbetreuung, Vitamin-Bars.
Die Baukonzeption dieses Gebäudes garantiert eine große Flexibilität der mit der Gesundheitsförderung verbundenen Leistungen.
Nach dreißig Jahren ist die Verwendung des Solewassers zu Heilzwecken und bei der biologischen Erneuerung zu einer Tatsache geworden.
Bei jetzigem Tempo der Gewässerverschmutzung kann das Solewasser aus dem Erdinneren die einzige Alternative darstellen. Eine nostalgische Erinnerung an den Urlaub am Meer.

 

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